Deutscher Buchpreis 2019: Lesungen mit nominierten Autorinnen und Autoren | #dbp19

Blind-Date-Lesungen mit Longlist-Autorinnen und -Autoren als Überraschungsgast / Zehn Veranstaltungen in ganz Deutschland / Großer Longlist-Leseabend mit einigen Nominierten am 4. September in Hamburg

Die Nominierten der Longlist des Deutschen Buchpreises hautnah erleben – diese Möglichkeit haben Literaturliebhaber in den kommenden Wochen in ganz Deutschland. Auf insgesamt zehn Lesungen stellen die Autorinnen und Autoren ihre nominierten Romane vor. Das Besondere: Das Publikum erfährt erst am Abend selbst, welcher Nominierte zu Gast ist. Eine Übersicht aller Autorinnen und Autoren der Longlist ist unter www.deutscher-buchpreis.de abrufbar.

363 Mitgliedsbuchhandlungen des Börsenvereins hatten sich um eine Blind-Date-Lesung beworben, die neun Gewinner wurden ausgelost. Zusätzlich richtet die Deutsche Bank Stiftung als Förderer des Deutschen Buchpreises eine Blind-Date-Lesung in Frankfurt am Main aus.

Die Blind-Date-Lesungen 2019 im Überblick:

5. September, 19 Uhr
Deutsche Bank Stiftung
Frankfurt am Main
Veranstaltungsort:
Deutsche Bank Türme, Taunusanlage 12, Frankfurt am Main

5. September, 19 Uhr
Buchhandlung Bücherliebe
Stockelsdorf
Veranstaltungsort:
Herrenhaus in Stockelsdorf

5. September, 19.30 Uhr
CoLibri – Bücher und Schönes
Schönaich

5. September, 19.30 Uhr
Buchladen Neuer Weg
Würzburg

9. September, 19.30 Uhr
Buchhandlung Blume
Oerlinghausen
Veranstaltungsort:
Bürgerhaus

11. September, 19.30 Uhr
Buchhandlung Mayer
Finsterwalde

11. September, 19 Uhr
Fontane Buchhandlung
Neuruppin

12. September, 19.30 Uhr
Buchhandlung Kiekenap
Solingen

12. September, 19.30 Uhr
hähnelsche buchhandlung
Hachenburg
Veranstaltungsort:
Galerie der Buchhandlung

12. September, 20 Uhr
Buchhandlung Javurek
Memmingen

Alle Details und Kontakte für Anmeldungen unter: www.deutscher-buchpreis.de/news

Longlist-Abend am 4. September in Hamburg

Eine weitere Veranstaltung zum Deutschen Buchpreis 2019 findet am 4. September in Hamburg statt: Das Literaturhaus Hamburg lädt ein zum „Großen Longlist-Abend“ in der Freien Akademie der Künste. Ab 18.30 Uhr lesen mehrere Autorinnen und Autoren aus ihren nominierten Romanen und stellen sich den Fragen der Moderatoren Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz. Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und die Freie Akademie der Künste sind Kooperationspartner der Veranstaltung. Unterstützt wird der Longlist-Abend von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie der Kunst- und Literaturstiftung Petra und K.-H. Zillmer. Karten sind erhältlich unter www.literaturhaus-hamburg.de.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Der Hashtag zum Deutschen Buchpreis 2019: #dbp19

Informationen zum Deutschen Buchpreis 2019 sind abrufbar unter www.deutscher-buchpreis.de und auf den Social-Media-Kanälen:
Facebook: www.facebook.com/DeutscherBuchpreis
Twitter: www.twitter.com/buchpreis
Instagram: www.instagram.com/buchpreis/


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Deutscher Buchpreis 2019: Leseproben zu den Nominierten im Buchhandel | #dbp19

Die Nominierten des Deutschen Buchpreises 2019 stehen fest. Leseproben zu den 20 Romanen der diesjährigen Longlist und Informationen zu den Autorinnen und Autoren bietet das Taschenbuch „Deutscher Buchpreis 2019. Die Nominierten“. Ab kommender Woche sind die Leseproben deutschlandweit in vielen Buchhandlungen kostenlos erhältlich. Das Fachmagazin Börsenblatt des Technologie- und Informationsanbieters MVB gibt das Leseproben-Buch heraus.

Welche Buchhandlungen das Buch ausgeben, zeigt eine interaktive Karte unter www.deutscher-buchpreis.de/leseproben – ein Angebot von JETZT EIN BUCH!, der Initiative der deutschen Buchbranche. Informationen zu den 20 nominierten Titeln sowie zur Auszeichnung sind unter www.deutscher-buchpreis.de abrufbar.

Cover des Lesebuchs „Deutscher Buchpreis 2019. Die Nominierten“

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.


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E-Book-Markt: Leichte Zuwächse im ersten Halbjahr 2019

Umsatz von E-Books am Publikumsmarkt steigt in den ersten beiden Quartalen 2019 um 1,0 Prozent / Absatz sinkt um 2,3 Prozent / Käuferzahl nimmt um 0,9 Prozent zu / Börsenverein meldet vierteljährlich E-Book-Zahlen

Der E-Book-Markt wächst weiter, wenn auch mit verminderter Kraft: Das erste Halbjahr 2019 zeigt leichte Umsatzzuwächse bei erstmals steigenden durchschnittlich bezahlten Preisen. Der Umsatz von E-Books am Publikumsmarkt – d.h. ohne Schul- und Fachbücher – steigt in den ersten beiden Quartalen 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,0 Prozent.

Zwar legt die Käuferzahl um 0,9 Prozent leicht zu und liegt damit bei  2,7 Millionen Personen, aber sowohl Kaufintensität als auch die gesamte Menge gekaufter E-Books sinkt: Von Januar bis Juni legten sich die Käufer durchschnittlich nur noch 6,0 E-Books in den Warenkorb, 3,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. So sank auch der Absatz der verkauften E-Books um 2,3 Prozent von 16,7 auf 16,3 Millionen Stück.

Erstmals seit 2015 stieg der durchschnittlich bezahlte Preis für ein E-Book. Die Käufer waren also bereit, etwas mehr in ihre Digitallektüre zu investieren und zahlten durchschnittlich 6,24 Euro. Das sind 3,4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2018.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels meldet in Kooperation mit GfK Entertainment vierteljährlich die Entwicklung auf dem E-Book-Markt. Die Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze stammen aus dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch mit insgesamt 20.000 Personen. Sie sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren, für insgesamt 67,1 Mio. Menschen. Erfasst werden alle Käufe einzelner E-Books ab einem Verkaufspreis von 0,49 Euro.

Die Quartalszahlen sind als Infografiken auch unter www.boersenverein.de/ebook-markt zu finden.


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Sommerpause – Literaturtipps

Hallo ihr Lieben,

ich verabschiede mich in die Sommerpause. Ich wünsche Euch auch einen fantastischen Sommer, viel Erholung und tolle Bücher. Denn. Sommerzeit ist Lesezeit! 🙂

Falls Ihr keinen Plan habt, was Ihr lesen sollt, vielleicht helfen Euch diese Tipps:

https://www.instagram.com/schindegger/channel/

[…]

Liebe Grüße,

Euer Tobias Schindegger 🙂

Anton Naab aus Mecklenburg-Vorpommern gewinnt 60. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels

Jubiläumsfinale beim rbb in Berlin / 16 Landessiegerinnen und -sieger lasen um den Wanderpokal / Rund 570.000 Teilnehmer aus 7.000 Schulen beim Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels 2018/19 / Sendung zum Finale am 6. Juli im KiKA

v.l.n.r.: Schauspieler Damian Hardung, Vorjahressiegerin Victoria Schaay, KiKA-Moderator Tim Gailus, Bundessieger 2019 Anton Naab, Hörbuchverlegerin Angelika Schaak, Börsenvereins-Vorsteher Heinrich Riethmüller, Journalistin und Moderatorin Katty Salié. Copyright: Monique Wüstenhagen
v.l.n.r.: Schauspieler Damian Hardung, Vorjahressiegerin Victoria Schaay, KiKA-Moderator Tim Gailus, Bundessieger 2019 Anton Naab, Hörbuchverlegerin Angelika Schaak, Börsenvereins-Vorsteher Heinrich Riethmüller, Journalistin und Moderatorin Katty Salié. Copyright: Monique Wüstenhagen

Deutschlands bester Vorleser 2019 ist Anton Naab, 11 Jahre, von der IGS Johann Wolfgang von Goethe in Wismar. Er setzte sich heute beim Bundesfinale des 60. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels gegen die 15 anderen Siegerinnen und Sieger der Landeswettbewerbe durch. Bei der Veranstaltung im Studio beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) in Berlin las er einen Drei-Minuten-Auszug aus „Als mein Bruder ein Wal wurde“ von Nina Weger (Oetinger Verlag) vor. Gäste des Jubiläumsfinales waren u.a. Bodo Sengebusch, erster Bundessieger des Vorlesewettbewerbs, sowie der Rapper Eko Fresh, der für das Finale eigens den Song „Jetzt ein Buch“ produzierte. Mit 21 Millionen Teilnehmenden seit 1959 ist der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels einer der größten und ältesten Schülerwettbewerbe Deutschlands.

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, überreichte gemeinsam mit der Jury die Urkunden an die Finalistinnen und Finalisten. „Seit 60 Jahren begeistert der Vorlesewettbewerb Schülerinnen und Schüler und bringt Botschafterinnen und Botschafter für das Lesen hervor. Die Teilnehmenden vermitteln den Zauber, der Geschichten innewohnt.
Bücher schaffen bleibende Erlebnisse, sie erzeugen Momente der Identifikation, regen unsere Neugierde und das Lernen an“, sagte Riethmüller.

Rund 570.000 Schülerinnen und Schüler aus 7.000 Schulen haben in diesem Jahr am Vorlesewettbewerb teilgenommen. Nach den schulinternen Vorrunden im Herbst und Winter fanden bis Ende Mai über 600 Regionalwettbewerbe auf Stadt-, Kreis-, Bezirks- und Landesebene statt.

Die 16 Teilnehmenden des Finales in Berlin waren:

  • Emma Frank, Ravensburg (Baden-Württemberg)
  • Anna Denzler, Günzburg (Bayern)
  • Matthis Studtmann, Berlin (Berlin)
  • Leopold Ferdinand Schill, Kleinmachnow (Brandenburg)
  • Anton Scotland, Bremen (Bremen)
  • Pauline Martin, Hamburg (Hamburg)
  • Tamina Fohrmann, Vellmar (Hessen)
  • Anton Naab, Wismar (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Tamina Zoe Hämke Rojas, Lüneburg (Niedersachsen)
  • Florentin Pathe, Neuss (Nordrhein-Westfalen)
  • Philomena Beetschen, Boppard (Rheinland-Pfalz)
  • Melissa Yi Fei Meiser, Saarbrücken (Saarland)
  • Lydia Gruner, Chemnitz (Sachsen)
  • Edgar Seifert, Salzwedel (Sachsen-Anhalt)
  • Mona Harbeck, Kellinghusen (Schleswig-Holstein)
  • Felix Rosenkranz, Rohrborn (Thüringen)

Der Jury beim Finale des Vorlesewettbewerbs 2018/19 gehörten an:
Tim Gailus (KiKA-Moderator), Damian Hardung (Schauspieler), Katty Salié (Journalistin und Moderatorin), Angelika Schaack (Hörbuchverlegerin) sowie die Vorjahressiegerin Victoria Schaay. Die Veranstaltung moderierte Felix Seibert-Daiker (Das Erste/KiKA).

Alle Finalistinnen und Finalisten erhalten ein Medienpaket mit Büchern und einem Hörbuch. Der Bundessieger gewinnt zusätzlich den Wanderpokal, eine Medaille, eine Lesung mit einem Jugendbuchautor an seiner Schule sowie einen BücherScheck im Wert von 50 Euro. Er wird zudem eingeladen, als Jurymitglied am Finale des nächsten Vorlesewettbewerbs teilzunehmen. Die Bibliothek der Schule des Bundessiegers erhält zusätzlich eine Auswahl von ca. 40 aktuellen Kinder- und Jugendbüchern, darunter auch die Titel, aus denen die Landessiegerinnen und -sieger beim Bundesfinale vorgelesen haben.

Der rbb hat das Finale aufgezeichnet und produziert eine Sendung, die am 6. Juli 2019 um 17 Uhr im KiKA ausgestrahlt wird. Das Erste zeigt zum Start des neuen Wettbewerbs 2019/20 eine weitere Sendung am 19. Oktober 2019 um 7.50 Uhr.

Der Vorlesewettbewerb wird ausgerichtet von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Stiftungen der Sparda-Banken aus Hamburg, Schleswig-Holstein, München, Baden-Württemberg und Hessen fördern den Wettbewerb. Medienpartner sind der rbb und das Kindermagazin „Dein SPIEGEL“.


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Deutscher Buchpreis 2019: Die Shortlist-Autoren lesen am 29. September im Schauspiel Frankfurt

Bereits im fünfzehnten Jahr bringt der Deutsche Buchpreis deutschsprachige Literatur ins Gespräch wie kaum eine andere Auszeichnung und gewinnt damit die Aufmerksamkeit der Leser wie Literaturkritiker gleichermaßen. Die Shortlist-Veranstaltung knüpft an diesen Erfolg an: Zum zwölften Mal präsentieren das Kulturamt Frankfurt am Main und das Literaturhaus Frankfurt in Kooperation mit der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, die den Preis vergibt, die Autoren der Shortlist des Deutschen Buchpreises vor der Preisverleihung Mitte Oktober. Die Finalisten, die in diesem Jahr in der Endauswahl für den deutschsprachigen Roman des Jahres stehen, stellen sich am 29. September  – nach dem großen Erfolg im letzten Jahr – auch in diesem Herbst im Großen Haus des Schauspiel Frankfurt in Lesungen und Gesprächen vor. Der „Shortlist-Abend“ ist für das Frankfurter Publikum die Chance, die Nominierten des Deutschen Buchpreises im Vorfeld der Preisverleihung zu erleben. Die Moderationen übernehmen Maike Albath (freie Kritikerin), Anna Engel (hr2-kultur) und Christoph Schröder (freier Kritiker).

Karten zum Preis von 18 € / erm. 12 € gibt es im Vorverkauf des Schauspiel Frankfurt am Willy-Brandt-Platz ab 19. August 2019 (oder online unter www.schauspielfrankfurt.de, Tel.: 069 – 212 49494), evtl. Restkarten sind eine Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Theaterkasse erhältlich.  

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kulturamt Frankfurt am Main und Literaturhaus Frankfurt in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Partner ist die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Medienpartner ist hr2-kultur. Zu hören sind die einzelnen Lesungen dort vom 07.10. bis 12.10.2019 jeweils um 09:30 Uhr.

Pressekontakt und Akkreditierung:

Kulturamt Frankfurt am Main // Aino Kelle // Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 

Tel: 069 – 212 35435 // E-Mail: aino.kelle@stadt-frankfurt.de 

Literaturhaus Frankfurt // Kristina Koehler // Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 069 – 75 61 84 11 // koehler@literaturhaus-frankfurt.de


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Börsenverein reicht Beschwerde gegen die Deutsche Post beim Bundeskartellamt ein

Börsenverein: Deutsche Post missbraucht Marktposition und diskriminiert Buchhandel und Verlage / Erhebliche Preiserhöhungen für Büchersendungen und günstige Versandkosten nur für Amazon

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen die Deutsche Post AG eingelegt. Nach Auffassung des Verbands missbraucht das Unternehmen mit seinen erheblichen Preiserhöhungen zum 1. Juli 2019 seine marktbeherrschende Stellung beim Versand von Büchern. Zudem diskriminiere der Versanddienstleister Buchhandlungen und Verlage, indem er Großkunden wie Amazon deutlich bessere Konditionen beim Versand von Büchern einräume.

„Die Deutsche Post gefährdet mit ihren deutlich verschlechterten Konditionen für Büchersendungen die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittelgroßen Buchhandlungen und Verlage und damit unmittelbar die Vielfalt des Buchmarktes. Wir fordern das Bundeskartellamt deshalb auf, den Sachverhalt zu untersuchen und eine faire Marktsituation für alle Beteiligten zu schaffen. Verlage und Buchhandlungen leisten einen wichtigen Beitrag für Kultur und Gesellschaft. Stationäre Buchhändler benötigen eine bezahlbare Möglichkeit Bücher zu versenden, um sich gegenüber dem reinen Online-Handel zu behaupten. Für kleine und mittlere Verlage ist der Postweg elementar, um Bücher zu versenden, die im Buchhandel in der Breite nicht vorkommen“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Nachdem die Deutsche Post bereits 2018 die Preise für Büchersendungen deutlich erhöht hatte, hat das Unternehmen für den 1. Juli 2019 erneut Preissteigerungen von bis zu 60 Prozent angekündigt. Zusätzlich verringert die Deutsche Post die Maße für dieses Format so, dass rund ein Drittel der bisher versendeten Bücher nicht mehr als Büchersendung gelten können. Im Ergebnis werden die Buchhändler und Verlage gezwungen, zukünftig auf die um ein Vielfaches teureren Produkte aus der Paketsparte umzusteigen. Die enorme Portoerhöhung und Quasi-Abschaffung der Büchersendung sei, so der Börsenverein, nur für Konzerne zu stemmen, die gemischte Waren versenden können oder über andere Möglichkeiten der Kostenumlagerung verfügen. Zudem erhalte Amazon nach Medienberichten von der Deutschen Post erheblich vergünstigte Konditionen für den Versand von Büchern und anderen Waren, die dem Buchhandel nicht zugänglich seien.


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Buchhandlungen machen Flucht zum Thema: Gemeinsame Aktion von Börsenverein und UNO-Flüchtlingshilfe

Hinter jedem Menschen steht eine Geschichte: Anlässlich des Weltflüchtlingstag am 20. Juni tragen der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die UNO-Flüchtlingshilfe das Thema Flucht in die Öffentlichkeit. Buchhandlungen in ganz Deutschland positionieren sich rund um den Weltflüchtlingstag mit Büchertischen und Veranstaltungen als Orte der gesellschaftlichen Auseinandersetzung.

„Die Buchbranche steht für die gesellschaftliche Debatte, mit ihren Inhalten bietet sie wichtige Denkanstöße. Buchhandlungen sind als dritte Orte Resonanzräume für aktuelle Diskurse. Das Thema Flucht beschäftigt die europäische Gesellschaft weiterhin wie kaum ein anderes. Es steht im Mittelpunkt politischer Konflikte und fordert unsere Demokratie zunehmend heraus. Es ist das Anliegen und die Verantwortung der Buchhandlungen und Verlage, Zugang zu den Themen Flucht und Vertreibung zu vermitteln, Redeanlässe zu schaffen und mit gesicherten Informationen zu einer vorurteilsfreien und ausgewogenen Debatte in Deutschland beizutragen“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

„Wir freuen uns außerordentlich über die gemeinsame Aktion mit dem Börsenverein sowie den Buchhandlungen vor Ort. Bücher können Brücken bauen zwischen gefühlter Wirklichkeit und den Fakten. In Zeiten emotionalisierter und teils sprachlich verrohter Debatten brauchen wir einerseits Fakten, wie sie viele gute Bücher und Studien liefern, und andererseits konkrete Fluchtschicksale, die uns wieder näher an Werte wie Empathie, Humanität und Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit heranbringen“, sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe Deutschland. 

Buchhandlungen gestalten unter anderem Schaufenster zur Seenotrettung oder stellen Bücher zu Flucht und Vertreibung vor. Mit einem Aktionsplakat (Download als PDF) machen sie Kundinnen und Kunden auf das Thema aufmerksam. Daneben führt die Branche das Projekt „Bücher sagen Willkommen“ weiter: Durch Spenden, die u.a. der Buchhandel gesammelt hat, finanziert die Branche Lern- und Leseecken in Schulen und Flüchtlingsunterkünften. Die Aktion wurde 2015 von LitCam initiiert und wird vom Börsenverein und der Frankfurter Buchmesse unterstützt. Rund um den Weltflüchtlingstag richtet die Initiative gemeinsam mit dem Hessischen Kultusministerium Lern- und Leseecken an Schulen mit Integrationsklassen in Kassel und Offenbach ein. 

Seit 2001 wird jährlich am 20. Juni der Weltflüchtlingstag begangen. Weltweit finden Veranstaltungen statt, mit denen die Teilnehmenden ihre Solidarität mit Menschen auf der Flucht zum Ausdruck bringen und das Thema Flucht in den Fokus rücken. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinen Nationen (UNHCR) gibt alljährlich an diesem Tag die globalen Flüchtlingszahlen heraus.

Die UNO-Flüchtlingshilfe, der nationale Partner des UNHCR, bietet in ihrer Mediathek umfangreiches Informationsmaterial zu den Themen Flucht und Vertreibung an: www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/mediathek/ 

Informationen über Veranstaltungen in Ihrem Verbreitungsgebiet erhalten Sie unter presse@boev.de


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Sachbücher im Aufwind: 5,5 Prozent mehr Umsatz 2018

Sachthemen sind bei Buchkäufern gefragt: Leserinnen und Leser gaben 2018 5,5 Prozent mehr für Sachbücher aus als im Vorjahr. Damit verzeichnete das Genre das stärkste Umsatzwachstum unter den Bücher-Warengruppen im vergangenen Jahr.

Detaillierte Informationen zu den Wirtschaftszahlen 2018 und 2019 sowie den Entwicklungen in Verlagen und Buchhandlungen gibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels auf seiner Wirtschafts-Pressekonferenz heute am 6. Juni 2019 um 11 Uhr im Haus des Buches, Braubachstraße 16, in Frankfurt am Main bekannt.


Die Pressekonferenz im Live-Stream mitverfolgen
Der Börsenverein überträgt die Veranstaltung auf seiner Facebook- und Webseite.


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E-Book-Quartalsbericht: Spätes Ostern sorgt für schwachen Markt

Absatz, Umsatz und Kaufintensität von E-Books am Publikumsmarkt sinken im ersten Quartal 2019 / Umsatzanteil konstant / Börsenverein meldet vierteljährlich E-Book-Zahlen

Ohne Osterferien weniger Lesezeit im ersten Quartal: Die in allen Bundesländern weit in den April gerutschten freien Tage führen dazu, dass der E-Book-Markt im März und damit im gesamten ersten Quartal nicht ganz an das Ergebnis des Vorjahreszeitraums herankommt. Der Absatz von E-Books am Publikumsmarkt (ausgenommen sind Schul- und Fachbücher) geht im ersten Quartal 2019 um 7,1 Prozent zurück. Der Umsatz liegt mit 1,4 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Der Umsatzanteil am Publikumsmarkt bleibt mit 5,7 Prozent dennoch konstant zum ersten Quartal 2018. Das liegt daran, dass wegen der kalendarischen Verschiebung von Ostern auch der Gesamtmarkt im ersten Quartal ein Minus verzeichnet.

Wer E-Book-Käufer ist, erwarb im ersten Quartal 2019 1,3 Prozent weniger E-Books aus dem Publikumsbereich. Auch die Zahl der E-Book-Käufer geht zurück: 1,9 Millionen Kundinnen und Kunden kauften im ersten Quartal 2019 mindestens ein E-Book, im Vorjahreszeitraum waren es 2,1 Millionen. Derweil stieg im ersten Quartal der durchschnittlich bezahlte Preis für ein E-Book um 6,1 Prozent.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels meldet in Kooperation mit GfK Entertainment vierteljährlich die Entwicklung auf dem E-Book-Markt. Die Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze stammen aus dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch mit insgesamt 20.000 Personen. Sie sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren, für insgesamt 67,4 Mio. Menschen. Erfasst werden alle Käufe einzelner E-Books ab einem Verkaufspreis von 0,49 Euro.

Die Quartalszahlen sind als Infografiken auch unter www.boersenverein.de/ebook-markt abrufbar.


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