Archiv der Kategorie: Allgemein

Buchtage Berlin: Was machen die Käufer? Strategien und Lösungen für den Buchmarkt der Zukunft #btb18

Jahreskongress der Buchbranche am 12. und 13. Juni in Berlin / Studie „Buchkäufer – quo vadis?“ analysiert Käuferverhalten und zeigt Chancen für Verlage und Buchhandlungen auf / Vollständige Studie für Mitglieder abrufbar unter www.boersenverein.de/quovadis

„Der Kunde von morgen – Strategien für die Zukunft des Buches“: Zu diesem Thema diskutieren heute und morgen rund 700 Verlegerinnen und Verleger, Buchhändlerinnen, Buchhändler und Branchenpartner bei den Buchtagen Berlin 2018. In Zeiten zunehmenden Medienwettbewerbs beschäftigt sich die Buchbranche bei ihrem Jahreskongress intensiv mit der Käuferentwicklung und sucht Lösungen und Strategien, um wieder mehr Menschen für das Buch begeistern können. Eine wichtige Grundlage dafür schafft die Studie „Buchkäufer – quo vadis?“, die heute vorgestellt wurde und jetzt unter www.boersenverein.de/quovadis abrufbar ist.

Zum Auftakt des Kongresses sagte Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: „Es bieten sich große Chancen für das Buch. Die Menschen haben große Sehnsucht danach. Getrieben vom Alltagsstress und der digitalen Kommunikation kommen sie weniger zum Lesen. Aber genau das Bedürfnis nach Ruhe, Ausgleich und sicherer Information, das viele Menschen unvermindert haben, erfüllt das Produkt und Kulturgut, das wir verlegen und vertreiben. Bei vielen Menschen ist lediglich der Kontakt zum Buch schwächer geworden. Es liegt an uns, diesen wieder zu stärken.“

Dafür müsse die Branche an einem Strang ziehen. „Angesichts der bahnbrechenden Veränderungen in der Mediennutzung und der daraus entstehenden Herausforderungen sind die Gemeinschaft und der Austausch in der Branche wichtiger denn je. Wir brauchen einen branchenübergreifenden Schulterschluss, um diese große Aufgabe stemmen zu können“, sagt Riethmüller.

Studie „Buchkäufer – quo vadis“ verfügbar 

Die großangelegte Untersuchung zum Kaufverhalten enthält neben zahlreichen Analysen zur Käuferentwicklung tiefgreifende Informationen zu Motivationen für und Barrieren gegen das Bücherlesen. Darüber hinauszeigt sie konkrete Ansätze zur besseren Kundenansprache und zu möglichen Maßnahmen zur Rückgewinnung von Käuferinnen und Käufern auf. Die vollständige Studie ist für Mitglieder des Börsenvereins ab sofort unter www.boersenverein.de/quovadis abrufbar. Für den Download ist der Zugang zum Mitgliederbereich „Mein Börsenverein“ erforderlich. Für Nicht-Mitglieder und alle Interessierten bietet der Börsenverein auf der Seite eine Kurzfassung und ein Themendossier an.

Alle Mitglieder des Verbandes können sich an der Arbeit an Lösungen und Zukunftsstrategien für die Branche beteiligen. Unter der eMail-Adresse quovadis@boev.de nimmt der Börsenverein Ideen und Anregungen entgegen, die in weitere Überlegungen für branchenübergreifende Strategien oder Best-Practice für Unternehmen einfließen.

Medienvertreter können die Studie per eMail an presse@boev.de anfordern.


Buchtipps:

Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store

Wer liest am besten vor? Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs in Berlin – #Vorlesen

Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels am 20. Juni 2018 beim rbb in Berlin / 16 Landessieger lesen um den begehrten Pokal / Schauspielerin Nilam Farooq ist Jury-Mitglied / Jannik Brunke ist Show-Act / TV-Aufzeichnung für Sendung im KiKA

Vorhang auf für die besten Vorleserinnen und Vorleser Deutschlands: Beim Bundesfinale des 59. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels am 20. Juni 2018 lesen Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern um den Wanderpokal. Sie treten im Studio des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) in Berlin gegeneinander um den Finalsieg an. Eine fünfköpfige Jury bestimmt, wer am besten vorgelesen hat. Als Jurymitglied dabei ist in diesem Jahr die Schauspielerin und Video-Bloggerin Nilam Farooq.

Die Finalistinnen und Finalisten haben sich in den regionalen Vorrunden gegen rund 570.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgesetzt. Die weiteren Jurymitglieder sind: Tim Gailus (KiKA-Moderator), Max Moor (Moderator, Schauspieler, Autor), Angelika Schaack (Hörbuch-Verlegerin) sowie der Vorjahressieger Jarik Foth. Die Veranstaltung moderiert Felix Seibert-Daiker (Das Erste/KiKA). rbb-Programmdirektor Dr. Jan Schulte-Kellinghaus und Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Show-Act ist der Sänger Jannik Brunke. Der 20-jährige Multi-Instrumentalist produziert eigene Songs und füllt in ganz Deutschland Konzerthallen.

Der rbb zeichnet das Finale auf und produziert eine Sendung für den KiKA, die am 30. Juni 2018 um 17.45 Uhr im KiKA bei „Timster“ ausgestrahlt wird. Das Erste zeigt im Herbst 2018, zum Start des neuen Wettbewerbs 2018/19, eine weitere Sendung.

Die 16 Teilnehmenden des Finales in Berlin sind:

  • Emilie Huchler, Aulendorf (Baden-Württemberg)
  • Lilly-Mae Green, Eichendorf (Bayern)
  • Johnny Zimmermann, Berlin
  • Hanna Gelmroth, Stücken (Brandenburg)
  • Mia Woraschk, Bremerhaven (Bremen)
  • Lena Darcy Richter, Hamburg
  • Emily Stromann, Frankfurt am Main (Hessen)
  • Josefine May, Lübs (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Leni Fehlhauer, Wallenhorst (Niedersachsen)
  • Victoria Schaay, Rheinbach (Nordrhein-Westfalen)
  • Leon Christen, Trier (Rheinland-Pfalz)
  • Leander Neudeck, Püttlingen (Saarland)
  • Lina Mathilde Jerofsky, Dresden (Sachsen)
  • Franziskus Wilkening, Haldensleben (Sachsen-Anhalt)
  • Jona Tophinke, Wyk auf Föhr (Schleswig-Holstein)
  • Sven Gabriel, Erfurt (Thüringen)

Rund 570.000 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen aus 7.000 Schulen haben in diesem Jahr am Vorlesewettbewerb teilgenommen und aus ihren Lieblingsbüchern vorgelesen. Nach den schulinternen Vorrunden im Herbst und Winter fanden bis Ende Mai über 600 Regionalwettbewerbe auf Stadt-, Kreis-, Bezirks- und Landesebene statt.

Seit 1959 wird der Vorlesewettbewerb jährlich durchgeführt. Er ist einer der größten und ältesten Schülerwettbewerbe Deutschlands. Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und andere kulturelle Einrichtungen organisieren jeweils die lokalen und regionalen Vorentscheide. Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken, sind die Ziele des Vorlesewettbewerbs.

Der Vorlesewettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Er wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im zweiten Jahr fördern die Stiftungen der Sparda-Banken aus Hamburg, Hannover, München, Baden-Württemberg und Hessen den Wettbewerb. Medienpartner sind der rbb und das Kindermagazin „Dein SPIEGEL“.

Akkreditierung:
Journalisten, die das Finale des Vorlesewettbewerbs besuchen möchten, können sich bis zum 18. Juni unter presse@boev.de
anmelden.

  • Dauer der Veranstaltung: 13-15 Uhr
  • Treffpunkt: 20. Juni 2018, 12.30 Uhr im Foyer des rbb Fernsehzentrums, Masurenallee 16-20, 14057 Berlin.

Fotos:
Während der TV-Aufzeichnung dürfen Fotos nur von autorisierten Fotografen des rbb und des Börsenvereins gemacht werden. Gerne stellen wir Ihnen im Anschluss an das Finale Pressefotos zur Verfügung. Eine Auswahl (inkl. Siegerfoto) steht am Veranstaltungstag ab ca. 17 Uhr auf www.boersenverein.de/pressefotos zum Download bereit. Spezielle Fotowünsche (z.B. Teilnehmer/in aus Ihrer Region) melden Sie bitte bis Montag, 18. Juni, bei presse@boev.de an.

Vorab-Interviews mit Teilnehmenden:
Gerne koordinieren wir im Vorfeld des Finales Interviews mit den Landessiegerinnen und -siegern. Bitte melden Sie sich dazu per Mail spätestens bis Montag, 18. Juni.

Film:
Der rbb zeichnet die Veranstaltung auf. Weitere Filmteams sind leider nicht im Studio gestattet. Bei Interesse an TV-Bildern für Ihre Berichterstattung wenden Sie sich bitte an uns.

Frankfurt am Main, 8. Juni 2018

 

Kontakt für die Medien:

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Thomas Koch, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 (0) 69 1306-293, E-Mail: t.koch@boev.de
Cathrin Mund, PR-Managerin
Telefon +49 (0) 69 1306-292, E-Mail: mund@boev.de


Buchtipps:

Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store

Buchmarkt 2017: Chancen für das Buch im Medienwettbewerb

Umsatzminus von 1,6 Prozent / Stabile Umsatzverhältnisse über 15 Jahre / Studie „Buchkäufer – quo vadis?“: Buchbranche analysiert Käuferrückgänge / Aktuelle Marktzahlen unter www.boersenverein.de/buchmarkt2017

Das Buch steht im Medienwettbewerb um die Aufmerksamkeit der Menschen. Der Umsatz der Buchbranche blieb zwar über die letzten fünfzehn Jahre hinweg stabil, allerdings nimmt die Zahl der Buchkäufer ab. Verlage und Buchhandlungen setzen sich eingehend mit dem Käuferrückgang auseinander und arbeiten an Lösungen, um Menschen für das Buch zurückzugewinnen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels stellte heute in Frankfurt am Main die Kernergebnisse seiner Studie „Buchkäufer – quo vadis?“ vor, die umfassend die Motive von Buch-Abwanderern analysiert. Außerdem präsentierte der Verband die Wirtschaftszahlen der Buchbranche für das vergangene Jahr. Obwohl die verbliebenen Käufer auch 2017 wieder durchschnittlich mehr Bücher kauften und mehr dafür ausgaben, konnten Verlage und Buchhandlungen 2017 nicht ganz an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Die Buchbranche erwirtschaftete 9,13 Milliarden Euro, das sind 1,6 Prozent weniger als 2016.

„In Zeiten starker Medienkonkurrenz beschäftigt sich die Buchbranche intensiv mit der Entwicklung und den Bedürfnissen der Buchkäufer. Die Ergebnisse unserer Untersuchungen offenbaren große Chancen, Leserinnen und Leser für das Buch begeistern zu können: Auch wenn sie heute weniger Bücher lesen, verbinden die Befragten durchweg positive Gefühle mit dem Lesen. Gleichzeitig leiden sie unter der Hektik und dem Stress in der digitalen Multitasking-Gesellschaft. Es wächst der soziale Druck, ständig reagieren und dranbleiben zu müssen, um nicht abgehängt zu werden. Menschen sehnen sich nach einer Auszeit, die in ihrer Erinnerung das Buch perfekt bieten kann, sie wünschen sich emotionales Erleben, Inspiration und gesicherte Information. Es fehlt den Menschen aber zunehmend an Orientierung auf dem Buchmarkt“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. „Die Lebenswelten der Menschen haben sich grundlegend geändert. Heute haben Menschen den Anspruch, umworben zu werden und den Angeboten unmittelbar in ihrem Alltag zu begegnen. Es genügt längst nicht mehr zu warten, bis der Kunde zum Buch kommt. Das Buch muss zum Kunden kommen – und dafür muss die Branche neue Strategien finden.“

„Die Käuferentwicklung fordert von Buchhandlungen und Verlagen ein generelles Umdenken. Wir müssen die Bedürfnisse potenzieller Leserinnen und Leser noch mehr in den Fokus rücken. Viele Buchhandlungen und Verlage arbeiten bereits an Lösungen für ihr Marketing, die Kundenansprache und an neuen Formaten, die die Bedürfnisse des Kunden stärker in den Mittelpunkt stellen“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins.

Das E-Book gewinnt bei seinen Nutzern weiter an Bedeutung, ist aber ebenfalls vom Rückgang der Käufer betroffen. „Der Absatz von E-Books steigt weiter. Wer E-Books nutzt, intensiviert seine Einkäufe. Erstmals ist aber der Umsatz mit E-Books leicht zurückgegangen. Es  wandern zunehmend günstigere Titel in den Warenkorb“, sagt Matthias Heinrich, Schatzmeister des Börsenvereins. „Der Wettbewerb um Zeit und Aufmerksamkeit der Menschen macht in der Breite der Leser aber auch vor der digitalen Editionsform nicht Halt.“

Zentrale Rahmenbedingung für die Branche bleibe die Buchpreisbindung. Alexander Skipis: „Die Preisbindung garantiert die Vielfalt und Qualität, für die der deutsche Buchmarkt weltweit vorbildlich ist. Sie schafft die Voraussetzungen dafür, dass Menschen über ein filigranes Buchhandelsnetz breiten Zugang zu Büchern erhalten und ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Titelangebot vorfinden. Großen Handlungsbedarf sehen wir in den Rahmenbedingungen für Verlage. Sie benötigen vor allem dringend wieder eine Rechtsgrundlage, um an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften beteiligt sein zu können.“

Buchkäufer: Entwicklung, Motive, Bedürfnisse

Zwischen 2013 und 2017 ist die Zahl der Käufer auf dem Publikumsbuchmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) um 6,4 Millionen (minus 17,8 Prozent) zurückgegangen. Im vergangenen Jahr kauften noch 29,6 Millionen Menschen mindestens ein Buch, das entspricht 44 Prozent der deutschen Privatpersonen ab 10 Jahren. Betrachtet man den Zeitraum von 2013 bis 2017, finden sich die stärksten Rückgänge in den Altersgruppen 40¬–49 Jahre (minus 37 Prozent), 30–39 Jahre (minus 26 Prozent) und 20–29 Jahre (minus 24 Prozent). In diesen Altersgruppen sanken in diesem Zeitraum auch die Ausgaben für Bücher, während die Menschen bis 19 sowie ab 50 Jahren weiterhin stabile oder steigende Ausgaben verzeichnen. Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2017 zeigt, dass die Altersgruppen zwischen 14 und 49 Jahren auch diejenigen sind, bei denen die Internetznutzung in den letzten Jahren am meisten zugenommen hat. Allein von 2016 auf 2017 stieg die tägliche Verweildauer im Netz bei Menschen zwischen 14 und 29 Jahren noch einmal um 29 Minuten auf über viereinhalb Stunden, bei Menschen zwischen 30 und 49 Jahren um 35 Minuten auf über drei Stunden.

Weniger Käufer schlagen sich auch in sinkenden Absätzen nieder. 2017 wurden auf dem Publikumsmarkt 367 Millionen Bücher verkauft, 2013 waren es noch 398 Millionen. Diejenigen, die Bücher kaufen, erwerben im Schnitt immer mehr Titel und geben mehr dafür aus. 2017 lag das durchschnittliche Kaufpensum bei 12,4 Titeln, 2013 waren es noch 11,0. Die durchschnittlichen Ausgaben für den privaten Bedarf pro Käufer stiegen von 116,70 Euro 2013 auf 137,40 Euro 2017.

In Fokusgruppen sowie einem Co-Creation-Workshop mit Vertretern aus Buchhandel und Verlagen befragte die GfK im Auftrag des Börsenvereins Buch-Abwanderer aus denjenigen Zielgruppen, die die größten Rückgänge verzeichnen: d.h. Menschen zwischen 20 und 49 Jahren, die heute deutlich weniger Bücher kaufen und lesen als noch vor einigen Jahren.

Die Kernergebnisse

  • Die Menschen fühlen sich von den Verpflichtungen, Erwartungen und der Schnelllebigkeit des modernen Alltags gestresst und unter Druck gesetzt.
  • Die Befragten fühlen sich in der Multitasking-Gesellschaft überfordert und entwickeln eine tiefe Sehnsucht nach Entschleunigung, Selbstbestimmung und „echtem“ Genuss und zuverlässiger Information.
  • Ein Mangel an Zeit und Energie führt dazu, dass das Bücherlesen schleichend weniger wird.
  • Die Stellung von Büchern haben häufig Serien übernommen: Hier gibt es einen Diskurs, Empfehlungen, Hypes und „Binge-Watching“.
  • Aber: Lesen wird in allen Zielgruppen als sehr positive und intensive Form der Beschäftigung erlebt: Es dient der Entspannung, dem Ausgleich, dem emotionalen Erleben, der Erweiterung des Horizonts und dem Eintauchen in andere Welten. Alle Befragten bedauern, dass sie weniger Zeit zum Lesen finden.
  • Bücher sind jedoch häufig aus dem öffentlichen Diskurs und persönlichen Umfeld verschwunden. Der Austausch über Bücher fehlt, Menschen sind weniger involviert in Buch-Themen und fühlen sich überfordert vom großen Titelangebot.
  • Die Folge: Die Menschen finden am Buchmarkt keine ausreichende Orientierung mehr.

Zentrale Bedürfnisse der Abwanderer:

  • Aufmerksam gemacht werden: in Berührung mit dem Buch kommen, Inspiration, Erinnerung, Leseanreize im Lebensumfeld und in öffentlichen Räumen finden.
  • Sicherheit: angesichts der Zeitknappheit den Weg zum nächsten, „richtigen“ Buch schnell finden. Wunsch nach Orientierung.
  • Wertschätzung: den Buchkauf und das Lesen als Mehrwert, Belohnung erleben, Aufmerksamkeit, Ersparnis, Exklusivität erfahren.
  • Entschleunigung: Entspannung und Ausgleich finden, die Fantasie anregen.
  • Erlebnis: Bücher und Autoren individuell oder kollektiv erfahren, Spannung, Unterhaltung erleben.

Branchenumsatz 2017

Mit 4,30 Mrd. Euro Umsatz und einem Anteil von 47,1 Prozent am Gesamtmarkt ist der stationäre Buchhandel weiterhin der größte Vertriebsweg für Bücher. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent zurück. Demgegenüber stieg der Umsatz des Internet-Buchhandels, unter den auch das Online-Geschäft der stationären Händler fällt, um 1,5 Prozent. Entsprechend wuchs auch der Umsatzanteil des E-Commerce von 18,2 Prozent in 2016 auf 18,8 Prozent in 2017, das entspricht einem Gesamtumsatz von 1,71 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Das Direktgeschäft der Verlage, unter anderem mit Unternehmen und staatlichen Institutionen, lag 2017 mit 1,94 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Aufgrund des Umsatzrückgangs des Gesamtmarkts stieg der Umsatzanteil des Direktgeschäfts von 20,9 auf 21,3 Prozent.

Umsatz nach Warengruppen, Titelproduktion, Übersetzungen, Lizenzen

Der Umsatzrückgang im vergangenen Jahr betraf alle Warengruppen, mit Ausnahme des Bereichs Schule und Lernen (+0,9 Prozent). Die mit 31,9 Prozent Umsatzanteil stärkste Warengruppe, die Belletristik, lag mit einem Minus von 1 Prozent leicht unter Vorjahresniveau. Etwas mehr verloren die Warengruppen Ratgeber (minus 2,5 Prozent, Umsatzanteil: 14,3 Prozent), Kinder- und Jugendbücher (minus 2,3 Prozent, Umsatzanteil: 16,3 Prozent) und Sachbuch (minus 2,3 Prozent, Umsatzanteil: 9,9 Prozent).

Die Titelproduktion (Erstauflagen) der Verlage lag mit 72.499 Titeln nur geringfügig unter dem Vorjahr (72.820). In der Belletristik stieg die Zahl der Erstauflagen von 13.891 in 2016 auf 14.273, im Kinder- und Jugendbuch ging die Titelproduktion auf 8.752 zurück (2016: 8.961). Der Anteil der Übersetzungen an den Erstauflagen blieb nahezu unverändert bei 13,6 Prozent. Mit 9.890 übersetzten Titeln gab es 2017 acht mehr als im Vorjahr. Die wichtigsten Ausgangssprachen bleiben Englisch, Französisch und Japanisch.

Der Lizenzverkauf stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent an und erreichte mit 7.856 Titeln den höchsten Stand seit 2011. Die größten Zuwächse verzeichneten prozentual die Segmente Reise (+63,6 Prozent auf 72 Lizenzen), Sachbuch (+36,5 Prozent auf 849) und Schule und Lernen (+35,8 Prozent auf 288). Die wichtigste Warengruppe bleibt mit einem Anteil von 38,7 Prozent das Kinder- und Jugendbuch, das noch einmal leicht zulegte von 2.883 Abschlüssen in 2016 auf 3.037 in 2017. Mit 1.261 Lizenzen bleibt der chinesische Sprachraum insgesamt Top-Abnehmer deutscher Rechte, allerdings ging die Zahl im zweiten Jahr in Folge zurück (2016: 1.425, 2015: 1.514).

Der E-Book-Markt

2017 gingen mehr E-Books über die virtuelle Ladentheke als im Vorjahr: Der Absatz am Publikumsbuchmarkt legte um eine Million auf 29,1 Millionen Exemplare zu. Im Schnitt legte sich jeder Käufer 8,3 E-Books in den Warenkorb, die Kaufintensität stieg damit um 12,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz von E-Books am Publikumsmarkt sank leicht um 1,4 Prozent. Das liegt zum einen daran, dass die Käufer günstigere Titel bevorzugten. Der durchschnittlich bezahlte Preis ging weiter zurück, von 2016 auf 2017 um 5,1 Prozent, und lag somit zuletzt bei 6,38 Euro. Zum anderen sank die Zahl der Käufer um 7,7 Prozent von 3,8 Millionen 2016 auf 3,5 Millionen im letzten Jahr. Der Umsatzanteil bleibt mit 4,6 Prozent auf Vorjahresniveau.

Quellen und weitere Informationen

Die Zahlen zu den Anteilen und Umsatzveränderungen der Warengruppen stammen aus dem Handelspanel von Media Control. Das Panel umfasst die Abverkäufe von 4.189 Händlern in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce inklusive Amazon, Bahnhofsbuchhandel, Kauf- / Warenhäuser und Nebenmärkte (Elektro- und Drogeriemärkte). Die Käuferzahlen sowie Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze stammen aus dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch mit insgesamt 25.000 Personen. Sie sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren, für insgesamt 67,7 Millionen Menschen.

Die Studie „Buckäufer – quo vadis?“ wird am 12. Juni 2018 auf den Buchtagen Berlin komplett vorgestellt und für Mitglieder des Börsenvereins zum Download zur Verfügung gestellt. Medienvertreter können die Studie per Mail an presse@boev.de anfordern.

Alle Zahlen und Daten des Buchmarkts werden zusammengefasst in der Publikation „Buch und Buchhandel in Zahlen 2018“, die vom Börsenverein herausgegeben und im August veröffentlicht wird.

Frankfurt am Main, 7. Juni 2018

Service

Alle aktuellen Zahlen zum deutschen Buchmarkt sind unter www.boersenverein.de/buchmarkt2017 abrufbar.

Kontakt für die Medien

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Thomas Koch, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 (0) 69 1306-293, E-Mail: t.koch@boev.de
Cathrin Mund, PR-Managerin
Telefon +49 (0) 69 1306-292, E-Mail: mund@boev.de


Buchtipps:

Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store

Börsenverein: „Die Buchpreisbindung ist Garant für Qualität und Vielfalt“

29.05.2018

Stellungnahme des Börsenvereins zum Sondergutachten der Monopolkommission zur Buchpreisbindung

Anlässlich der Veröffentlichung eines Gutachtens der deutschen Monopolkommission bekräftigt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die Bedeutung der Buchpreisbindung für das Kulturgut Buch.

„Der deutsche Buchmarkt, der zweitgrößte weltweit, ist ein Vorbild für Qualität und Vielfalt. Genau das ist auch das Verdienst der Buchpreisbindung. Denn sie fördert nicht nur ein filigranes Netz an Buchhandlungen, die das Kulturgut Buch für eine breite Öffentlichkeit zugänglich machen und gleichzeitig wichtige Kulturstationen vor Ort sind; die Preisbindung garantiert auch ein breites und vielfältiges Buchangebot. Insgesamt bewahrt und fördert die Buchpreisbindung das Kulturgut Buch, ohne den Wettbewerb unangemessen zu beschränken, weder für inländische noch für ausländische Händler. Dies haben wir gegenüber der Monopolkommission bereits ausführlich dargelegt“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

„Das Gutachten der Monopolkommission beruht auf einer sehr dürftigen Datenlage. Es wertet wissenschaftliche Studien aus, die zum Großteil veraltet sind, und verzichtet gänzlich auf eigene Erhebungen aktueller Marktdaten. Letztlich wiederholt die Monopolkommission bekannte neoliberale Positionen aus dem Gutachten, welches sie schon im Jahr 2000 zur Buchpreisbindung erstellt hat. Wenig überzeugend ist die Deutung der Auswirkungen der Abschaffung der Buchpreisbindung in der Schweiz. Hier übersieht die Kommission, dass die relativ stabile Lage deutschschweizerischer Verlage darauf zurückzuführen ist, dass diese über 80 Prozent ihrer Umsätze im Preisbindungsland Deutschland erwirtschaften. Hingegen ist die Zahl der Buchhandlungen in der deutschsprachigen Schweiz nach der Abschaffung der Buchpreisbindung massiv zurückgegangen“, so Skipis weiter.

Entgegen der Auffassung der Monopolkommission sieht der Börsenverein keine Übertragbarkeit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom Oktober 2016 zur Arzneimittel-Preisbindung auf den Buchmarkt. Skipis: „Der Erwerb von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist nicht mit dem von Büchern vergleichbar. Die Märkte funktionieren vollkommen unterschiedlich. Die von den Richtern in Bezug auf den Arzneimittelbereich vertretene Auffassung, ausländische Versandhändler hätten Wettbewerbsnachteile gegenüber Händlern in Deutschland, trifft beim Handel mit Büchern nicht zu.“

Das deutsche Preisbindungssystem habe großen Rückhalt in der Politik: „Die kulturpolitische Bedeutung der Preisbindung ist Konsens in der Politik. Das hat der Gesetzgeber nicht nur mit der ausdrücklichen Ausweitung der Preisbindung auf E-Books 2016 gezeigt. Auch in ihrem Koalitionsvertrag spricht die Bundesregierung der Preisbindung eine unverzichtbare Rolle für die Vielfalt des deutschen Buchmarktes zu. Sie will eine Anpassung des Gesetzes vorantreiben, welche eine Aushebelung der Preisbindung durch Provisionsmodelle unterbinden soll“, sagt Skipis.

Das Gutachten der Monopolkommission hat keine unmittelbare Auswirkung auf die deutsche Gesetzgebung. Als unabhängiges Beratungsgremium berät die Monopolkommission die Bundesregierung und die gesetzgebenden Körperschaften auf den Gebieten der Wettbewerbspolitik, des Wettbewerbsrechts und der Regulierung.

Wissenschaftliche Gutachten in Arbeit

Um die Notwendigkeit der Buchpreisbindung unabhängig, umfassend und auf aktuellem Stand untersuchen zu lassen, hat der Börsenverein Anfang des Jahres zwei wissenschaftliche Gutachten in Auftrag gegeben. Prof. Dr. Georg Götz, Ordinarius für Volkswirtschaftslehre an der Justus-Liebig-Universität Gießen, prüft die Preisbindung unter ökonomischen Gesichtspunkten. Prof. Dr. Andreas Fuchs, geschäftsführender Direktor des Instituts für Handels- und Wirtschaftsrecht an der Universität Osnabrück, führt eine kartellrechtliche Betrachtung durch. Die Ergebnisse der Gutachten werden 2019 erwartet.

Die Buchpreisbindung in Deutschland existiert bereits seit dem 19. Jahrhundert und ist seit 2002 gesetzlich geregelt. Sie verpflichtet Verlage dazu, für ihre Neuerscheinungen verbindliche Ladenpreise festzusetzen. Dadurch zahlt der Kunde für ein Buch überall denselben Preis – ganz gleich, ob er es in einer kleinen Sortimentsbuchhandlung, einem Buchkaufhaus oder über das Internet kauft. Für unterschiedliche Formate (Hardcover, Taschenbuch, E-Book) können unterschiedliche gebundene Preise festgelegt werden.

Eine ausführliche Stellungnahme des Börsenvereins gegenüber der Monopolkommission ist hier abrufbar: www.boersenverein.de/sixcms/media.php/976/Stellungnahme_Fragebogen_Monopolkommission.pdf


Buchtipps:

Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store

E-Book-Quartalsbericht: Guter Start ins Jahr für digitale Bücher

Absatz, Umsatz und Kaufintensivität von E-Books am Publikumsmarkt steigen im ersten Quartal 2018 deutlich / Gezahlte Preise sinken weiter / Umsatzanteil konstant bei 5,6 Prozent / Börsenverein meldet vierteljährlich E-Book-Zahlen

Der E-Book-Markt startet mit einem kräftigen Plus ins Jahr 2018. Der Absatz von E-Books am Publikumsmarkt (ausgenommen sind Schul- und Fachbücher) steigt in den ersten drei Monaten 2018 um 15,3 Prozent. Der Umsatz nimmt um 6,6 Prozent zu. Verantwortlich für die Zuwächse dürften die in diesem Jahr früher liegenden Osterferien sein, die für mehr Lesezeit im März sorgten. Dass der Umsatzanteil am Publikumsmarkt mit 5,6 Prozent dennoch konstant zum Vorjahresquartal bleibt, liegt daran, dass auch der Print-Bereich im ersten Quartal ein Plus verzeichnete. Der Trend der sinkenden Preise setzt sich fort: Im ersten Quartal sinkt der durchschnittlich bezahlte Preis für ein E-Book um 7,5 Prozent.

Die Kaufintensivität steigt weiter: Wer E-Book-Käufer ist, erwirbt im ersten Quartal 2018 im Schnitt 4,5 E-Books aus dem Publikumsbereich. Das entspricht einer 3,1-prozentigen Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum. Auch die Zahl der E-Book-Käufer steigt: 2,1 Millionen Kunden kauften im ersten Quartal 2018 mindestens ein E-Book, im Vorjahreszeitraum waren es 1,9 Millionen.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels meldet in Kooperation mit GfK Entertainment vierteljährlich die Entwicklung auf dem E-Book-Markt. Die Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze stammen aus dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch mit insgesamt 25.000 Personen. Sie sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren, für insgesamt 67,4 Mio. Menschen.

Die Quartalszahlen sind als Infografiken auch unter http://www.boersenverein.de/ebook-markt abrufbar.


Buchtipps:

Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store

85 Jahre Bücherverbrennung: „Mahnung an unsere freie, demokratische Gesellschaft“

Am 10. Mai 2018 jähren sich die in der Zeit des Nationalsozialismus begangenen Bücherverbrennungen zum 85. Mal. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ruft zum Gedenken und zur Auseinandersetzung mit dem Ereignis auf, das in erschreckender Weise gezeigt hat, wie die Freiheit des Wortes außer Kraft gesetzt werden kann.

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins: „Vor 85 Jahren wurde die Meinungs- und Publikationsfreiheit in unserem Land auf schreckliche Art und Weise angegriffen. Die Bücherverbrennungen rund um den 10. Mai 1933 sind eine Mahnung an unsere freie, demokratische Gesellschaft. Sie zeigen, wie zerbrechlich die Freiheit des Wortes sein kann. Als Buchhändlerinnen und Buchhändler, Verlegerinnen und Verleger wollen wir die Erinnerung an diese Ereignisse wach halten und ihnen ein entschiedenes ,Nie wieder!‘ entgegensetzen.“

Der Börsenverein sieht sich aufgrund seiner eigenen Geschichte in einer besonderen Verantwortung: „Aus opportunistischen Gründen hat der Verband damals mit den Machthabern kooperiert und die Bücherverbrennungen aktiv unterstützt. Das ist beschämend. Unser innerer Wertekompass ging uns verloren. Umso konsequenter treten wir heute für die Freiheit des Wortes als Menschenrecht und unverzichtbare Grundlage unserer Demokratie ein“, sagt Riethmüller.

Heute Abend lädt der Börsenverein gemeinsam mit dem Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main zu einer Gedenkveranstaltung im Historischen Museum Frankfurt ein. Bodo Kirchhoff, Frank Witzel, Olga Martynova und Gerd Koenen lesen aus Werken, die vor 85 Jahren geächtet und verbrannt wurden. Gespräche und Wortbeiträge erinnern  an das Geschehen und rücken die Bedeutung des Gedenktages in der heutigen Zeit in den Blick. „Lesen gegen das Vergessen: Frankfurt gedenkt der Bücherverbrennung vor 85 Jahren“ beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter: www.wort-und-freiheit.de/termine/lesen-gegen-das-vergessen


Buchtipps:

Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store

#dbp18 Deutscher-Buchpreis-Lesekreise: Jetzt bewerben und Longlist 2018 diskutieren

Lesekreise besprechen die Titel des Deutschen Buchpreises / Bis 27. Mai bewerben

Die Longlist gemeinsam erlesen: Zum ersten Mal haben fünf Lesekreise die Chance, offizieller Lesekreis des Deutschen Buchpreises zu werden. Gruppen können sich bis 27. Mai mit einer eMail an buchpreis@boev.de bewerben. Die ausgewählten Kreise erhalten nach Bekanntgabe der Nominierungen am 14. August das Longlist-Lesebuch mit Auszügen aus allen 20 Titeln. Sie können dann kostenlos nominierte Titel für ihre Arbeit bestellen.

Bewerben können sich Lese- oder Literaturkreise für Erwachsene, die sich seit mindestens einem Jahr regelmäßig treffen. Weitere Voraussetzung für die Teilnahme: Die Lesekreise erklären sich bereit, bis Weihnachten 2018 zu ihren Aktivitäten rund um die nominierten Titel einen Beitrag zu veröffentlichen. Ob eine Kritik für den Deutscher-Buchpreis-Blog, veröffentlichte Zeitungsartikel, Rezensionen auf der eigenen Website, Posts und Fotos für die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises – die Form der Veröffentlichung steht den Gruppen frei.

Alle Informationen zu den Teilnahmebedingungen und zur Bewerbung sind abrufbar unter: http://www.deutscher-buchpreis.de/downloads

Ansprechpartnerinnen für die Bewerbung sind Birgit Grundler, Telefon +49 (0) 69 1306-636, und Gunvor Schmidt, Telefon +49 (0) 69 1306-334. Die Bewerbungen inklusive Motivationsschreiben, einer Liste mit den gelesenen Titel der vergangenen zwölf Monate und weiteren Angaben zum Lesekreis sind zu richten an: buchpreis@boev.de

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Informationen zum Deutschen Buchpreis 2018 können Interessierte unter http://www.deutscher-buchpreis.de abrufen.

Der Hashtag zum Deutschen Buchpreis 2018: #dbp18


Buchtipps:

Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store

Ein Festtag für das Lesen: UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts am 23. April

Lesungen, Verlagsführungen und Buchverschenk-Aktionen zum Welttag des Buches / Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen in ganz Deutschland beteiligen sich
Freude am Lesen verbreiten, Geschichten teilen: Am 23. April begehen Lesebegeisterte in über 100 Ländern den UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts. Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen laden zum Mitfeiern ein und veranstalten deutschlandweit zahlreiche Aktionen und Lesungen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Stiftung Lesen koordinieren den Welttag in Deutschland. Informationen zu den Veranstaltungen sind auf der Seite www.welttag-des-buches.de abrufbar.
„Bücher sind ein Tor zur Welt. Sie ermöglichen den Dialog zwischen unterschiedlichen Generationen und Kulturen. Das Lesen oder Hören eines Buches hilft uns, andere Menschen über kulturelle und geographische Grenzen hinweg zu verstehen. In einer Zeit zunehmender Verunsicherung und sich vertiefender Grenzziehungen ist diese Fähigkeit wichtiger denn je. Sie ist zentral für die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung“, sagt Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission.
„Bücher haben Fähigkeiten, die heute mehr denn je gefragt sind: Sie vermitteln Bildung und Wissen, fördern Verständnis und Kritikfähigkeit und ermöglichen es, Themen aus vielfältigen Perspektiven zu sehen. Gleichzeitig entführen sie in fremde Welten und bieten einen Ruhepol in unserer Multitasking-Gesellschaft, nach dem sich viele Menschen sehnen. Umso wichtiger ist der Welttag des Buches, der seit mehr als 20 Jahren die Bedeutung und das Potenzial von Büchern und vom Lesen in den Blick rückt“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
„Lesen eröffnet Bildungs- und Lebensperspektiven. Daher verschenken wir gemeinsam mit unseren Partnern am 23. April mehr als eine Million Bücher an Kinder der vierten und fünften Klassen. Mit dieser und anderen guten Geschichten begeistern wir jedes Jahr Schülerinnen und Schüler fürs Lesen – oft zum ersten Mal in ihrem Leben“, so Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.
Bundesweite Aktionen zum Welttag des Buches
Über eine Million Kinder bekommen zum Welttag den Abenteuerroman „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von Sabine Zett, mit Illustrationen von Timo Grubing, geschenkt. Im Rahmen der Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ können sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 und 5 sowie von Integrations-, Förder- und Willkommensklassen ihr persönliches Exemplar gegen Vorlage eines Gutscheins in einer der 3.500 teilnehmenden Buchhandlungen abholen. „Ich schenk dir eine Geschichte“ ist eine gemeinsame Aktion von Stiftung Lesen, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Deutsche Post, cbj Verlag und ZDF und steht unter der Schirmherrschaft der Kultusminister der Länder.
Auch zahlreiche Zusteller der Deutschen Post überreichen Menschen in ganz Deutschland kostenlos Bücher. Mit dem Geschenk erhalten die Empfänger den Aufruf, sich ebenfalls am Welttag des Buches zu beteiligen.
Verlagsluft schnuppern und mehr über das Büchermachen erfahren: Zum zweiten Mal öffnen Verlage vom 20. bis 23. April in ganz Deutschland ihre Türen und bieten Lesungen, Werkstattgespräche, Führungen und Veranstaltungen zum Mitmachen an. Die Landesverbände des Börsenvereins koordinieren die Aktion. Alle Veranstaltungen sind abrufbar unter www.verlagebesuchen.de.
Im Rahmen der „Lese-Reise“ nehmen Kinder- und Jugendbuchautoren bei rund 100 Lesungen in Buchhandlungen ihre Zuhörer mit in ferne Welten. Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen e.V. (avj) und der Sortimenter-Ausschuss des Börsenvereins organisieren die deutschlandweite Aktion zum elften Mal.
Die UNESCO-Generalkonferenz hat 1995 den 23. April zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ ausgerufen. Das Datum geht auf eine Tradition in Katalonien zurück: Zum Namenstag des Schutzheiligen St. Georg werden dort Rosen und Bücher verschenkt. Der 23. April ist zudem der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.
Weitere Informationen lassen sich auf www.welttag-des-buches.de finden.
Bonn / Frankfurt am Main / Mainz, 12. April 2018
Kontakt für die Medien:
Börsenverein des Deutschen Buchhandels
Thomas Koch
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 069 1306-293
t.koch@boev.de
Stiftung Lesen
Franziska Hedrich
PR-Managerin
Telefon 06131 28890-28
franziska.hedrich@stiftunglesen.de
Deutsche UNESCO-Kommission
Katja Römer
Pressesprecherin
Telefon 0228-60497-42
roemer@unesco.de

Buchtipps:

Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store

Lerian’s Buchkritik zu meinem Fantasy-Roman „Gnom, unser“

Vielen Dank an Lerian für seine Rezension! 🙂

Gnom, unser – ein Fantasy-Roman von Tobias Schindegger. (Illustration: Katharina Obermaier)

Ein Mann, der sich für einen Gnom hält, befindet sich in ärztlicher Behandlung. Er gibt sich seinen Wahnvorstellungen hin und bemerkt, dass diese sein Leben ziemlich aufregend gestalten. In diesem Leben hat er eine Mission. Er muss verschiedene Parallelwelten, welcher unserer ähnlich ist, vor einem bösen Wesen namens CLEANER retten. Dazu trifft er auf einige Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können. Ausgestattet ist er mit einem Omeziometer, welches ihm ermöglicht, durch Raum und Zeit zu teleportieren. Dummerweise scheint auch dieses Omeziometer seinen ganz eigenen Willen zu haben …

Buchtage Berlin 2018: Der Kunde von morgen – Strategien für die Zukunft des Buches #btb18

Jahreskongress der Buchbranche richtet Fokus auf Kunden / Hauptversammlung des Börsenvereins / Keynotes von Heike Scholz, Harald Welzer und Alexander Markowetz / 12. bis 13. Juni im Ellington Hotel Berlin / Anmeldung unter www.buchtage-berlin.de

Frequenz- und Käuferrückgänge fordern Buchhandlungen und Verlage heraus. Bei den Buchtagen Berlin 2018 diskutieren am 12. und 13. Juni Verleger, Buchhändler, Zwischenbuchhändler und Branchenpartner über Wege zum Käufer und die Leser von morgen. Warum kaufen weniger Menschen Bücher? Auf welche Entwicklungen muss sich die Branche einstellen? Was sind die Strategien, um Käufer zurückzugewinnen und auch in Zukunft Menschen zu überzeugen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Kongresstages am 12. Juni. Die Buchtage Berlin finden dieses Jahr erstmals im Ellington Hotel Berlin, in der Nähe des Kurfürstendamms, statt.

Beim Kongress präsentieren Börsenverein und GfK zum ersten Mal die kompletten Ergebnisse der Studie „Buchkäufer – quo vadis?“. Die Studie analysiert den Käuferrückgang auf dem Buchmarkt und untersucht, warum weniger Menschen Bücher kaufen. Dazu hat der Börsenverein gemeinsam mit der GfK umfassend Daten analysiert und Fokusgruppengespräche in Frankfurt und Leipzig durchgeführt.

Heike Scholz, Gründerin des Onlinemagazins mobile zeitgeist und Beraterin für Digitalisierung im stationären Handel, wirft in ihrem Gastvortrag einen Blick auf den „antizipierbaren Kunden“ und das Potenzial von Künstlicher Intelligenz im Handel. Der Soziologe und Bestseller-Autor Harald Welzer sieht im Einfluss der großen Internetkonzerne eine „smarte Diktatur“. In seinem Vortrag plädiert er für aktive Gegenwehr und eine Rückkehr zur selbstbestimmten Freiheit. Informatiker Alexander Markowetz warnt vor unterbewussten Automatismen. Er diagnostiziert den „Digitalen Burnout“.

Nach dem Kongressprogramm am Dienstag, den 12. Juni, treffen sich die Mitglieder zu den Fachgruppenversammlungen. Dort stehen unter anderem die Wahlen der Fachausschüsse auf der Agenda. Die 194. Hauptversammlung am Mittwoch, den 13. Juni, nimmt das Verbandsgeschehen in den Fokus.

Am Abend des 12. Juni trifft sich die Branche zum Mitgliederfest im Hotel Ellington.

Auch der Branchenachwuchs ist wieder bei den Buchtagen Berlin dabei: Beim Nachwuchsparlament vom 11. bis 13. Juni tauschen sich junge Köpfe der Branche über aktuelle Aspekte aus Beruf, Branche und Gesellschaft aus und tragen ihre Ideen und Anregungen an die Hauptversammlung heran. Darüber hinaus warten Workshops, Diskussionen und Exkursionen zu Buchhandlungen, Verlagen und Startups auf die Teilnehmer.

Am 11. Juni, dem Vortag der Buchtage Berlin, findet die Jahresversammlung der IG Digital mit einem umfangreichem Workshop- und Diskussionsangebot zu Themen wie Marketing-Automation, künstlicher Intelligenz und digitaler Distribution statt.

Das Programm der Buchtage Berlin, weitere Informationen und Anmeldung unter: www.buchtage-berlin.de

Die Tagesordnung der Hauptversammlung ist Ende April unter www.boersenverein.de/hauptversammlung abrufbar.

Der Hashtag der Buchtage Berlin lautet #btb18.


Buchtipps:

Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store