Archiv der Kategorie: Pressemitteilungen

Der Börsenverein auf der Frankfurter Buchmesse 2017 – #fbm17

Der Countdown für das größte Event der Publishing-Welt läuft: Vom 11. bis 15. Oktober 2017 kommen Medienschaffende und Kulturinteressierte auf der Frankfurter Buchmesse zusammen. Der Börsenverein macht aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen zum Thema. Der Einsatz für die Meinungsfreiheit bleibt 2017 ein zentrales Anliegen der Buchbranche. Im Fokus stehen gleichermaßen die Entwicklungen zum Urheberrecht: Die jüngsten Änderungen des Urheberrechts gefährden die Vielfalt und Unabhängigkeit der Verlagslandschaft. Außerdem im Mittelpunkt: digitale Innovationen als Antrieb der Buchbranche.

Veranstaltungen zu den Themen Meinungsfreiheit und Diskussionskultur (Auswahl):

  • Meinungsfreiheit und Diskussionskultur bei Jugendlichen in Europa
    Autorin Tanja Kinkel im Gespräch mit Jugendlichen aus Deutschland und Frankreich,
    Mittwoch, 11.10., 13–14 Uhr, Azubistro, Halle 4.1 D 72
  • Grenzen der Toleranz: Wieviel Meinungsvielfalt halten wir aus?
    u.a. mit Boris Palmer (Autor und Oberbürgermeister Tübingen)
    Mittwoch, 11.10., 17–18 Uhr, Stand der Süddeutschen Zeitung, Halle 3.0 C 119
  • Bücher gegen die Zensur
    Verleger aus der Türkei und Deutschland sowie eine Autorin aus Haiti sprechen über den Kampf gegen die Zensur und den Mut des Publizierens.
    Freitag, 13.10. 17–18 Uhr, Forum Börsenverein, Halle 3.1 H 8

Alle Veranstaltungen zum Thema Meinungsfreiheit sind abrufbar unter: www.wort-und-freiheit.de/fbm17

 

Außerdem laden wir Sie zu folgenden Veranstaltungen ein:

  • CONTENTshift Finale & Award Show #cosh17
    Ausgezeichnet wird das beste Start-up für die Buch- und Medienbranche.
    Donnerstag, 12.10., 10.30–12.30 Uhr, THE ARTS+ RUNWAY, Halle 4.1, Stand P 53
  • Buchblog-Award 2017: Die Preisverleihung #bubla17
    Der Börsenverein und NetGalley küren erstmals den besten deutschsprachigen Buchblog.
    Freitag, 13.10., 12-12.45 Uhr, Forum Börsenverein, Halle 3.1 H 85
  • Pressegespräch mit der Friedenspreisträgerin 2017 Margaret Atwood
    Samstag, 14.10., 10–11 Uhr, Congress Centrum Frankfurt, Ebene C.3, Raum Illusion 3

Darüber hinaus vermitteln wir gerne Hintergrundgespräche zu den aktuellen Entwicklungen im Urheberrecht mit Expertinnen und Experten aus dem Verband und Verlagen.

Für Gespräche über den deutschen Buchmarkt stehen Ihnen Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins, und Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, auf der Buchmesse gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin mit uns unter Telefon 069 1306-292.

Während der Messe erreichen Sie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Börsenvereins täglich von 9.00 bis 18.30 Uhr in Halle 4.C (Zwischengeschoss), Raum 138, Telefon 069 7575-41092.

Das Zentrum Börsenverein finden Sie in Halle 3.1 H 65.

Das Team der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sendet beste Grüße aus Frankfurt am Main

Thomas Koch, Cathrin Mund, Alexander Vieß und Melissa Schäfer

Für den Hintergrund: Mediendossiers mit Zahlen, Daten, Trends (PDF)

Alle Veranstaltungen des Börsenvereins im Überblick


Buchtipps:

Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store

„Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“ – die Buchhandelskampagne

Deko-Pakete für Buchhandlungen bestellen / Deko-Wettbewerb für Buchhändler

Frankfurt, 4. August 2017 – In wenigen Wochen präsentiert sich Frankreich als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse (11.-15. Oktober 2017). Unter dem Motto „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“ werden rund 135 französischsprachige Autorinnen und Autoren in der Messewoche erwartet. Um eine ideale Präsentation der aktuellen Bücher zu ermöglichen, stellt das Gastland zahlreiche Deko-Elemente sowie einen Katalog mit einer Auswahl von knapp 200 wichtigen Neuerscheinungen zur Verfügung. Das kostenlose Deko-Paket (inkl. einiger Exemplare des Neuerscheinungskatalogs) kann ab sofort im Webshop https://www.livendo.de/frankfurter-buchmesse-2017.html bestellt werden.

Zu den Deko-Elementen gehören ein Aufsteller, der sich für Laden und Schaufenster gleichermaßen eignet, ein Aktionsplakat, das mit individuellen Einträgen (z.B. Veranstaltungshinweisen) versehen werden kann, sowie Lesezeichen und Postkarten. Für Titel, die im Verkaufsraum oder Schaufenster als „Gastland-Titel“ gekennzeichnet werden sollen, wird es spezielle Aufkleber geben. Abgerundet wird das Angebot durch einige Exemplare des „Mobidico“, eines Mini-Wörterbuchs für Alltägliches.

Außerdem lobt das Gastland einen Deko-Wettbewerb für die schönste Gastland-Buchhandlung aus. Bis zum 22. September 2017 können Buchhändler und Buchhändlerinnen die Fotos ihrer dekorierten Büchertische, Schaufenster oder Aktionsflächen an gastland2017@literaturtest.de senden. Die Gewinnerbuchhandlung wird dann noch im September ermittelt. Die schönste Gastland-Buchhandlung gewinnt ein Wochenende für zwei Personen in Paris. Sponsoren der Reise sind Green Spirit Hotels Paris, DB / SNCF in Kooperation und das Office du Tourisme et des Congrès de Paris.

Alle Informationen zur Buchhandelskampagne des Gastlandes finden sich auf der Literaturtest-Website: https://literaturtest.de/gastland2017/

Vom 11. bis zum 15. Oktober 2017 ist Frankreich Ehrengast der 69. Frankfurter Buchmesse, dem bedeutendsten Treffpunkt für die internationale Verlags- und Buchbranche. Im Mittelpunkt des Ehrengastauftritts „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“ steht die französische Sprache und die französischsprachige Literatur, mit drei Themenschwerpunkten: Innovation und digitales Schaffen; Französisch als Sprache des Wissensaustauschs und der Gastfreundschaft; Belebung des deutsch-französischen Kulturaustauschs über die Jugend.

Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse bildet den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Mehr als 350 Veranstaltungen finden seit Januar 2017 unter dem Label „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“ bundesweit statt: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten Künstlern und über 100 französischsprachigen Autoren.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.francfort2017.com/francfort-en-francais
http://www.buchmesse.de/de/ehrengast
http://www.institutfrancais.com

Die Agentur BUCH CONTACT mit Sitz in Berlin und Freiburg betreut die deutschsprachige und internationale Presse für „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“. Bei Fragen zu dem Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse 2017 melden Sie sich gerne bei uns.

Presseteam/Kontakte:

Deutschland & International:
Presseteam „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“
Murielle Rousseau, Charlot Uhrig, Sina Schuch
BUCH CONTACT Rosastraße 21, 79098 Freiburg
& BUCH CONTACT Karl-Heinrich-Ulrichs-Str. 20c, 10785 Berlin
Tel.: 0049 (0) 761 29 60 4-0, eMail: buchcontact@buchcontact.de
http://www.buchcontact.de

Frankreich:
Institut français
Anne-France Laugel
Kommunikationsreferentin „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“
annefrance.laugel@institutfrancais.com

Über die Frankfurter Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse ist mit über 7.150 Ausstellern aus 106 Ländern, rund 278.000 Besuchern, über 4.000 Veranstaltungen und rund 10.000 akkreditierten Journalisten, davon 2.400 Blogger, die größte Fachmesse für das internationale Publishing. Darüber hinaus ist sie ein branchenübergreifender Treffpunkt für Player aus der Filmwirtschaft und der Gamesbranche. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet seit 1976 der jährlich wechselnde Ehrengast, der dem Messepublikum auf vielfältige Weise seinen Buchmarkt, seine Literatur und Kultur präsentiert. Die Frankfurter Buchmesse organisiert die Beteiligung deutscher Verlage an rund 20 internationalen Buchmessen und veranstaltet ganzjährig Fachveranstaltungen in den wichtigen internationalen Märkten. Mit der Gründung des Frankfurter Buchmesse Business Clubs bietet die Frankfurter Buchmesse Unternehmern, Verlegern, Gründern, Vordenkern, Experten und Visionären ideale Voraussetzungen für ihr Geschäft. Die Frankfurter Buchmesse ist ein Tochterunternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. http://www.buchmesse.de

Kontakt für die Medien:

Presse & Unternehmenskommunikation Frankfurter Buchmesse
Katja Böhne, Leitung Marketing & Kommunikation, Tel.: +49 (0) 69 2102-138, press@book-fair.com
Kathrin Grün, Leitung Kommunikation, Tel.: +49 (0) 69 2102-170, gruen@book-fair.com


Buchtipps:

Wie sieht eine Pressemappe aus – kostenloses Musterexemplar erhältlich #marketing

Eine Pressemappe sollte zu den Standardunterlagen im Marketing gehören. Sie enthält alle wichtigen Informationen in Kürze über das Unternehmen. Jonathan Sander Marketing stellt eine kostenlose Musterpressemappe zum Download bereit.

Zu einer guten Marketingarbeit gehört die Beziehungspflege zu Journalisten. Ein Artikel über das eigene Unternehmen in der Presse ist eine gute Werbung. Das Zielpublikum wird direkt von unabhängiger Seite angesprochen. Um den Journalisten die Arbeit zu erleichtern, sollte eine Pressemappe jederzeit abrufbereit sein. Eine Musterpressemappe steht auf der Homepage von Jonathan Sander Marketing zum kostenlosen Download bereit http://jonathansander-marketing.com/pressemappe-beispiel-zum-kostenlosen-download .

Diese Unterlagen gehören in die Mappe:

  1. Deckblatt
    Hier stehen der Firmenname, Logo, Ansprechpartner der eigenen Firma mit Adresse und Kontaktdaten. Falls ein Pressevertreter die Mappe anfordert, stehen hier dessen Name und der Name der Zeitschrift/Sender/o.ä. Ein gutes Bild in guter Auflösung kann ebenfalls integriert werden. Das Deckblatt soll Lust auf weitere Informationen wecken.
  2. Kurzübersicht mit Fakten
    Hier sollte der Journalist alles Wichtige über das Unternehmen finden. In Kurzform sollten alle Daten übersichtlich auf einer Seite präsentiert werden. Dazu gehören die Kurzpräsentation des Unternehmens auf ca. 5 Zeilen, Angaben zum Umsatz und der Mitarbeiterzahl als Diagramm, wichtigste Meilensteine oder Produkte als Chart und ein Bild des wichtigsten Produkts mit wenigen Fakten und einer Kurzbeschreibung.
  3. Presseartikel
    Maximal 8-10 Presseartikel sollten im Anschluss zu finden sein. Die Sortierung erfolgt nach Aktualität und Priorität. Falls Bilder vorhanden sind, sollten diese enthalten sein und Informationen zum Download mit Beschriftung und evtl. QR-Code enthalten sein.
  4. Weitere Unterlagen
    Dazu gehört eine Übersicht mit den Produkten des Unternehmens. Bilder sollten eindeutig beschriftet sein und der Downloadort mit angegeben werden. Ausgewählte Broschüren, ein Datenstick mit Bildern, Artikeln oder Videos kann ebenfalls mit dazu gepackt werden. Wichtig ist, dass alle Unterlagen online bereitstehen. Ein Ansprechpartner mit allen Kontaktdaten muss der Journalist leicht finden können.

Ein gut zu findender Pressebereich auf der Homepage erleichtert dem Journalisten die Arbeit. Wenn er schnell News und Informationen findet, steigt auch die Bereitschaft, über das Unternehmen zu berichten.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Jonathan Sander Marketing
Körnerstraße
71720 Oberstenfeld
http://www.jonathansander-marketing.com

Jonathan Sander ist Autor des Buches „CROSSOVER MARKETING, oder Social Media, mein Chef und andere Katastrophen“, Verlag 100 Fans. Erhältlich bei Amazon, Thalia, Google play, u.a. Sein Buch hat es bereits im Segment Direktmarketing in die Amazon Bestsellerliste auf Platz 1 und ebenfalls auf Platz 1 der Empfehlungen der Bild Bestsellerliste bei Amazon gebracht. Strategisches Marketing gehört zu seiner Lieblingsdisziplin. Langjährige Erfahrung in Marketing, PR, Strategie, Controlling, Personal und Unternehmensführung in großen und kleinen Unternehmen machen ihn zu einem Spezialisten, der über den Tellerrand hinausschaut. Mit seinem Weg Marketing umzusetzen hat er bereits viele Erfolge erzielt. Diese Erfahrungen gibt er praxisnah und zur direkten Umsetzung in seinem Buch wieder.


Buchtipps:

Börsenverein zur Entscheidung beim Urheberrechtsgesetz: „Schwerer Rückschlag für Bildung und Wissenschaft in Deutschland“

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels wertet die heutige Entscheidung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestags zum Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz als großen Fehler mit erheblichen Konsequenzen für Bildung und Wissenschaft in Deutschland.

Heute ist ein schwarzer Tag für Bildung und Wissenschaft in Deutschland. Die Entscheidung des federführenden Bundestags-Ausschusses ist ein Armutszeugnis für die deutsche Bildungspolitik. Ein Gesetz ohne wesentliche Änderungen durchzuwinken, das offensichtlich verfassungswidrig ist und weltweit vorbildliche Publikationsstrukturen, die Garant für Qualität und Vielfalt sind, massiv bedroht, ist höchst fahrlässig und unverantwortlich. Der Gesetzgeber hat mit dieser einseitigen Entscheidung gezeigt, dass er auf die Interessen der Urheberinnen und Urheber wissenschaftlicher Werke und ihrer Verlage keine Rücksicht nimmt. Dieser kurzsichtige Schritt ist ein schwerer Rückschlag für den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland“, so Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Die vom Ausschuss beschlossene Befristung der zentralen Vorschriften des Gesetzes auf fünf Jahre sei kein geeigneter Interessensausgleich. Da das Gesetz am 1. März 2018 in Kraft treten soll, endet die Frist erst im Jahr 2023: „Die Regierungskoalition macht es sich einfach und verschiebt die Verantwortung nicht nur in die nächste, sondern gleich in die übernächste Legislaturperiode. Dabei zeigt bereits die Befristung als solche, dass der Gesetzgeber selbst erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Vorschriften hat. Im Jahr 2023 kann die wissenschaftliche Publikationslandschaft bereits irreversibel beschädigt sein. Sehenden Auges peitscht die Bundesregierung ein Gesetz durch, dessen dramatische Folgen für Bildung und Wissenschaft im Lande sie sehr genau sieht.“ Bemerkenswert sei die Haltung der SPD, die sich für das Gesetz besonders stark gemacht habe: „Sonntags erzählen einem Sozialdemokraten, wie sehr ihnen Autoren und Verlage am Herzen liegen, wochentags entziehen sie ihnen die Existenzgrundlage. Leider hat aber auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in keiner Weise die berechtigten Belange wissenschaftlicher Urheber und ihrer Verlage berücksichtigt. Sie verabschiedet sich von einem erfolgreichen marktwirtschaftlichen Publikationssystem mit rund 600 meist kleinen und mittelgroßen Verlagen, sodass am Ende der Staat die Veröffentlichung wissenschaftlicher Werke organisieren und mit Steuergeld bezahlen muss.

Der Börsenverein wird alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen, gegen das Gesetz vorzugehen. Zudem wird der Verband die laufenden Arbeiten an einem leistungsfähigen Online-Lizenzierungsportal vorantreiben, über das Bibliotheken und Bildungseinrichtungen Lehrbücher und andere Lehrmedien der Verlage lizenzieren können. „Wir werden die Politik nicht aus der Verantwortung entlassen und in jedem Fall an die heute gegebenen Zusagen erinnern“, sagt Skipis. Dies gelte auch für die Ankündigung finanzieller Kompensationen für Verlage, die durch das beschlossene Gesetz faktisch enteignet würden.

Am Freitag soll der Deutsche Bundestag das Gesetz in zweiter und dritter Lesung verabschieden.

Hintergründe zum Gesetzesvorhaben sind im Medien-Dossier abrufbar unter http://www.boersenverein.de/pressemappen.

Frankfurt am Main, 28. Juni 2017

Kontakt für die Medien:

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Thomas Koch, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 (0) 69 1306-293, eMail: t.koch@boev.de
Cathrin Mund, PR-Managerin
Telefon +49 (0) 69 1306-292, eMail: mund@boev.de


Buchtipps:

Die Buchbranche in Deutschland: Starker Markt mit gesellschaftlichem Auftrag #lbm17

Umsatzplus auf dem Buchmarkt 2016 / Börsenverein kritisiert geplante massive Einschränkungen im Urheberrecht / Buchbranche setzt sich für Meinungsfreiheit ein

Mit einer positiven wirtschaftlichen Bilanz des Vorjahres, aber mit deutlichen Forderungen an die Politik gehen Verlage und Buchhandlungen in das Bücherjahr 2017. „Autoren, Verlage und Buchhandlungen übernehmen eine wichtige Rolle für das Gelingen einer modernen, offenen und demokratischen Gesellschaft. Mit ihrer Arbeit befördern sie den Austausch von Meinungen und Ideen und stoßen Debatten an. Mit qualitätsgesicherten Fakten und Bewertungen schaffen sie die Grundlage für hochwertige Bildung und Wissenschaft“, sagte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels heute zum Auftakt der Leipziger Buchmesse.

Die Buchbranche steht momentan wirtschaftlich gut da. Erstmals seit drei Jahren ist der Umsatz 2016 wieder gestiegen. Doch aktuelle rechtliche Entwicklungen und Gesetzesvorhaben rütteln an der Existenzgrundlage von Verlagen und Autoren und damit an der gesamten Publikationslandschaft in Deutschland, die in ihrer Qualität und Vielfalt weltweit vorbildlich ist. Wir appellieren an die Bundesregierung, bei ihren Plänen die Rechte von Autoren und Verlagen zu stärken, statt sie zu schwächen. Zudem fordern wir mit Nachdruck die politischen Entscheider dazu auf, die zunehmend bedrohte Freiheit des Wortes international kompromisslos zu verteidigen und sie nicht zum Verhandlungsgegenstand zu machen.

Der Buchmarkt 2016

Das Jahresergebnis auf dem Buchmarkt lag 0,8 Prozent über dem Vorjahr (Vertriebswege: Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel, Kauf-/Warenhäuser, Elektro- und Drogeriemärkte). Für hohe Umsätze sorgte vor allem das Kinder- und Jugendbuch (+ 9,0 Prozent), das im vergangenen Jahr starke Bestseller wie den neuen Harry-Potter-Band zu bieten hatte. Der Umsatz im Buchhandel vor Ort lag um 1,3 Prozent unter dem Vorjahr. Obwohl noch keine gesonderten Zahlen für den E-Commerce vorliegen, zeichnet sich ab, dass der Online-Umsatz mit Büchern 2016 gestiegen ist. „Das Online-Geschäft ist ein wichtiger Wachstumstreiber, den auch der Sortimentsbuchhandel intensiv nutzt und entwickelt. Beinahe flächendeckend verkaufen Buchhandlungen inzwischen Bücher auch online und vertreiben E-Books, zum Beispiel über die Tolino-Allianz. Verlage und Buchhandlungen arbeiten intensiv an digitalen Publikationsformen und Vertriebsmodellen. Demgegenüber verlief das Jahr 2016 gegen Ende in den Buchhandlungen vor Ort eher durchwachsen. Viele Buchhändler verzeichneten einen Rückgang der Frequenz in ihren Läden. Das scheint sich auch in 2017 fortzusetzen. In vielen Innenstädten sind weniger Passanten unterwegs als früher, das macht sich auch im Buchhandel bemerkbar“, so Skipis.

Leicht zurück ging der Umsatz mit der insgesamt stärksten Warengruppe, der Belletristik (- 0,5 Prozent). Auch der Umsatz mit Sachbüchern, der in den vorangegangenen Jahren einen Anstieg verzeichnete, ging 2016 zurück (- 2,7 Prozent). In etwa auf Vorjahresniveau blieben die Umsätze mit Reisebüchern (+ 0,2 Prozent) und Ratgebern (- 0,1 Prozent). Hardcover und Softcover legten um 2,9 Prozent zu, während der Umsatz im Taschenbuch um 5,5 Prozent zurückging.

Autoren und Verlage unter Druck

Trotz der insgesamt positiven wirtschaftlichen Entwicklung sieht die Buchbranche wichtige Rahmenbedingungen ihrer Arbeit akut in Gefahr. Zum einen muss ein großer Teil der Verlage in Folge des VG-Wort-Urteils des Bundesgerichtshofs in den kommenden Monaten beträchtliche Rückzahlungen an Verwertungsgesellschaften wie die VG Wort leisten. Gerade kleine und mittelgroße Verlage seien dadurch, so Skipis, existenziell bedroht. Um künftige Ausschüttungen wieder zu ermöglichen, müsse hier schnellstmöglich auf europäischer Ebene die Rechtsgrundlage geschaffen werden.

Zum anderen fallen in diesen Tagen in der Bundesregierung Entscheidungen über eine der bislang umfangreichsten Einschränkungen des Urheberrechts in Bildung und Wissenschaft. Mit dem so genannten Urheberrechts-Wissensgesellschaftsgesetz will die Bundesregierung den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, Lehr- und Lernmedien neu regeln. „In Wirklichkeit werden das Urheberrecht und die Verfügungsgewalt von Autoren und Verlagen über ihre Werke im Bildungs- und Wissenschaftsbereich fast abgeschafft“, sagte Skipis.

Zwar sehe der Gesetzentwurf eine, wenn auch völlig unzulängliche Entschädigung für Autoren und Verlage über Verwertungsgesellschaften vor. Dieser Anspruch sei in Bezug auf die Verlage momentan gar nicht möglich, da die dafür notwendige Rechtsgrundlage auf europäischer Ebene nicht vorhanden ist. Die erforderliche Neuregelung sei frühestens im nächsten, eher im übernächsten Jahr zu erwarten – vorausgesetzt, der politische Wille sei da. Skipis: „Der Gesetzentwurf ist deshalb verfassungsrechtlich äußerst bedenklich. Es ist offensichtlich, dass die Bundesregierung hier kurz vor Ende der Legislaturperiode im Eiltempo ein Gesetz durchpeitschen will, das darüber hinaus auch inhaltlich kurzsichtig ist. Es verspricht Zugänglichkeit zum Nulltarif, bewirkt aber in Wirklichkeit, dass hochwertige Angebote der Bildungs- und Wissenschaftsliteratur zurückgehen werden. In einer Zeit, in der sich gefühlte Wahrheiten und ,alternative Fakten‘ in der Gesellschaft ausbreiten, ist das der gänzlich falsche Weg.

Skipis verwies auf den Online-Appell „Publikationsfreiheit für eine starke Bildungsrepublik“ (www.publikationsfreiheit.de), hinter dem Autoren, Verlage und andere Unterstützer aus dem Medien- und Bildungsbereich stehen. Der Aufruf an die Bundesregierung und die Länder hat bereits über 5.000 Unterstützer.

Meinungsfreiheit kompromisslos verteidigen

Darüber hinaus setzt sich die Buchbranche weiterhin intensiv für die Freiheit des Wortes ein. In vielen Teilen der Welt spitze sich die Lage von Autoren, Journalisten, Verlagen und anderen Kulturschaffenden zu, so Skipis. „Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie sich überall dort kompromisslos einsetzt, wo die Freiheit des Wortes gefährdet ist und Autoren, Journalisten, Verleger und Buchhändler aufgrund ihrer Meinungsäußerungen verfolgt werden. Die Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht und Grundlage jeder publizistischen Arbeit. Sie ist für uns nicht verhandelbar“, sagte Skipis.

Die türkische Autorin Aslı Erdoğan habe etwa keine Ausreiseerlaubnis für die Vorstellung eines Bandes mit ihren Essays auf der Leipziger Buchmesse erhalten. Gegen sie läuft seit Monaten ein Verfahren wegen angeblicher Terrorpropaganda. „Es ist ein Skandal, dass ein freier Mensch, der nur seinen Beruf ausübt und von seinem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch macht, sein eigenes Land nicht verlassen darf. Wir fordern von Präsident Erdoğan, dass er die Repressalien gegenüber Verlegern und Autoren wie Aslı Erdoğan endlich beendet und inhaftierte Kulturschaffende wie den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel umgehend freilässt.

Frankfurt am Main / Leipzig, 22. März 2017

Kontakt für die Medien:

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Thomas Koch, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 (0) 69 1306-293, eMail: t.koch@boev.de
Cathrin Mund, PR-Managerin
Telefon +49 69 1306-292, eMail: mund@boev.de


Buchtipps:

Meinungsfreiheit in Osteuropa, Urheberrecht in Bildung und Wissenschaft, Vielfalt im Kinderbuch – Der Börsenverein auf der Leipziger Buchmesse 2017 – #lbm17

Publikationsfreiheit und der Wert von Bildungs- und Wissenschaftsmedien für unsere Gesellschaft, die Freiheit des Wortes, der Umgang von Kinder- und Jugendbuchverlagen mit sich wandelnden Rollen- und Familienbildern – das sind die zentralen Themen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels auf der Leipziger Buchmesse vom 23. bis 26. März 2017.

Zu unseren Podiumsdiskussionen wird herzlich eingeladen:

  • Meinungsfreiheit unter Druck im Osten Europas
    Donnerstag, 23.3.2017, 16–17 Uhr, Fachforum 2 (Halle 5/E 600)
    Verleger aus Litauen, Polen und Ungarn im Gespräch mit Alexander Skipis (Börsenverein).
  • Vater, Mutter, Kind: Brauchen wir mehr Vielfalt in Kinder- und Jugendbüchern?
    #VielfaltLesen
    Freitag, 24.3.2017, 10.30–11.30 Uhr, Forum Kinder-Jugend-Bildung (Halle 2)
    Rollen- und Familienbilder ändern sich. Wie reagieren Autoren und Verlage, was wünschen sich Leser?
    Zusammen mit: Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ), Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj), Stiftung Lesen.

Für Gespräche über den deutschen Buchmarkt stehen Ihnen Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins, und Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, auf der Buchmesse gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin mit uns unter Telefon 069 1306-292 oder -293 oder schicken Sie uns eine eMail an presse@boev.de.

Den Stand des Börsenvereins finden Sie in Halle 5, Stand F 500.

Auf der Messe erreichen Sie uns von Mittwoch bis Samstag, jeweils 9 bis 18.30 Uhr, im Pressebüro des Börsenvereins auf dem Messegelände (Konferenzraum M1, Messehaus; nahe dem Pressezentrum), Telefon: 0341 678-4635

Alle Veranstaltungen des Börsenvereins auf einen Blick


Buchtipps:

How Indie Are You? – bücher.macher-Panel diskutiert über die Zukunft der unabhängigen Verlage

(Leipziger Buchmesse) In einer globalisierten Welt, in der kulturelle Vielfalt und Freiheit des Wortes keine Selbstverständlichkeit sind, setzen Independent-Verlage zunehmend auf internationale Vernetzung. Unter dem Titel „How Indie Are You? Die Zukunft der unabhängigen Verlage“ diskutiert F.A.Z.-Literaturchef Andreas Platthaus zum Auftakt der Leipziger Buchmesse am 23. März mit vier meinungsstarken Branchen-Frauen aus drei Ländern darüber, wie sich jenseits der bestsellergetriebenen Produktion großer Konzerne gemeinsam neue verlegerische Konzepte durchsetzen lassen – und wie unabhängig „unabhängige Verlage“ eigentlich sind.

Gäste des bücher.macher-Podiums sind in diesem Jahr die australische Autorin und Verlegerin Susan Hawthorne (Spinifex Press, Melbourne), deren Buch „Bibliodiversität. Manifest für unabhängiges Publizieren“ im März auf Deutsch erscheint, die E-Book-Verlegerin Nikola Richter (Mikrotext, Berlin), die Literaturagentin Elisabeth Ruge (Elisabeth Ruge Agentur, Berlin) und Muge Sokmen (Metis Publishers, Istanbul), eine der profiliertesten unabhängigen Verlegerinnen der Türkei und Koordinatorin der englischsprachigen Sektion der International Alliance of Independent Publishers (Paris).

Die Reihe bücher.macher, seit 2012 vom Fachjournalisten Nils Kahlefendt (u. a. Börsenblatt, Deutschlandfunk) für die Leipziger Buchmesse kuratiert, bereitet seit 20 Jahren aktuelle Branchenthemen für ein breites Publikum auf. Im Fokus stehen besonders Aspekte unabhängigen Verlegens. Zu den Gästen gehörten u. a. Günter Berg, Ricco Bilger, Arnulf Conradi, Dave Eggers, Christiane Frohmann, Dennis L. Johnson, Jo Lendle, John Mitchinson, Michael Krüger, Antje Kunstmann, Sascha Lobo, Helge Malchow, Michael Naumann, Peter Olson, Kathrin Passig, Roland Reuß, Judith Schalansky und Klaus Wagenbach; Moderatoren waren u. a. Denis Scheck, Andreas Platthaus und Felicitas von Lovenberg.

Weiterführende Informationen finden Interessierte unter:

http://www.leipziger-buchmesse.de/buechermacher

Donnerstag, 23. März 2017, 14.00 Uhr, Leipziger Messegelände, Congress Center Leipzig, Mehrzweckfläche 4.

Über die Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.


Buchtipps:

  • Host me!? Kindle eBooks erstellen und erfolgreich bewerben
  • Host me !? – Let’s Play Videos erstellen
  • Interview mit Satire-Journalist Peter Böhling – Bitte bei PR-Mails nicht „Sehr geehrter Frau Bulo“!

    Hamburg (ots) – In unserer Blog-Reihe „Wer liest eigentlich Pressemitteilungen?“ kommt heute Peter „Bulo“ Böhling zu Wort. Im TREIBSTOFF-Blitzinterview verrät uns der bekannte Medien-Karikaturist und Macher des Gagazins Bock!, dass auch Satire-Journalisten durchaus für PR-Material offen sind. Aber Vorsicht: Auf die richtige Ansprache kommt es an.

    TREIBSTOFF: Würden Sie uns in ein paar Sätzen Ihren Arbeitsalltag beschreiben?

    BÖHLING: Aufwachen um 6.00 Uhr. Erster Blick aufs Handy: Wirklich schon sechs? Scheiße! Zweiter Blick auf Twitter, ob irgendwo ein „Pray for …“ rumgeistert. Keins? Gut! Nochmal hinlegen … (Stunden später:) Aufstehen, ins Büro und den Tag nehmen, wie er kommt. Manchmal mit mehr Text, manchmal mit mehr Bild. Aber immer mit Humor. Zeichnen, entwickeln, telefonieren – mal ehrlich: Arbeit ist das nicht.

    TREIBSTOFF: Wie recherchieren Sie neue Themen?

    BÖHLING: Das Gute daran, wenn du ein Gagazin machst: Eigentlich alles kann zum Thema werden, Hauptsache es ist skurril genug. Folglich muss nicht viel recherchiert, sondern einfach hingeschaut und hingehört werden – egal, ob auf der Straße oder nebenan in der redaktionellen Stammkneipe „Bei Otto“. Eine Fähigkeit, die so mancher Magaziniker übrigens leider verlernt hat.

    TREIBSTOFF: Wie muss Pressematerial aussehen, mit dem Sie etwas anfangen können?

    BÖHLING: Wunderbar wäre, wenn ich spätestens nach dem fünften Absatz erfahren würde, was man eigentlich von mir will. Und wer. Und warum. Leider ist das nicht immer der Fall. Da lob ich mir die Penisverlängerungs-Mails: Weißte gleich, was du bekommst … falls du bestellst … was ich natürlich niemals tue.

    TREIBSTOFF: Welche Fehler machen Absender von Pressematerial immer wieder?

    BÖHLING: Den Namen falsch schreiben, geht gar nicht! Ich freu mich immer tierisch, wenn ich Mails lösche wie „Sehr geehrter Frau Bulow, wir als Dialogmarketing-Spezialisten würden Ihnen gern …“. Das ist so grundblöde, dass es schon wieder witzig ist. Gibt es eigentlich irgendwo den geheim gehaltenen Studiengang „Dumme Anreden Formulieren“?

    TREIBSTOFF: Wie möchten Sie angesprochen werden, wie nicht?

    BÖHLING: Bulo. BULO! BUUUUULOOOOOO!!!

    Dieser Beitrag ist ein Original-Blogpost aus TREIBSTOFF:

    http://treibstoff.newsaktuell.de/satire-journalisten-peter-bulo-boehling

    Was ist TREIBSTOFF?

    TREIBSTOFF ist das Blog der dpa-Tochter news aktuell. Es geht dort um die Themen Kommunikation, Pressearbeit und Social Media. Und manchmal auch um news aktuell selbst. Welche Trends, welche Apps, welche Themen bewegen Kommunikationsfachleute heute? Wie sieht unser Arbeitstag aus? Was ist wichtig für die Karriere? Best Practice, Interviews und Gastbeiträge warten auf PR-Profis und Pressesprecher. Ein Mal pro Quartal gibt es TREIBSTOFF auch als gedrucktes Magazin.


    Buchtipps: